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Delegieren - Vorbehalte und mögliche Ursachen

Richtig delegieren heißt befähigen...

Delegation von Aufgaben an Mitarbeiter

Wahrscheinlich kennen Sie als Führungskraft diese und ähnliche Aussagen, die sie selbst schon geäußert haben:

„Wenn es ordentlich gemacht werden soll, muss ich es selbst machen“
„Bevor ich das delegiere, habe ich es schon selbst gemacht“
„Die Aufgabe ist zu risikoreich - das kann ich nicht einfach abgeben.“

Auf der einen Seite verständlich, weil tatsächlich manchmal zwischen den Erwartungen des Vorgesetzten und dem ausgearbeiteten Ergebnis des Mitarbeiters große Lücken klaffen. Andererseits ist es gerade da wichtig zu wissen, wie man diese Lücken schließen kann ohne alles selbst zu machen.

Weshalb viele Führungskräfte Vorbehalte mit Verantwortungsdelegation haben, kann folgende Verhaltensursachen haben:

  1. Autoritärer Führungsstil
  2. Harmoniestreben und Scheu vor Konflikten
  3. Perfektionismus und Spezialistentum
  4. Großes Karrierebewusstsein
  5. Vorsichtiger und kontrollierender Charakter


Autoritärer Führungsstil
Führungskräfte, die hierarchisch führen, möchten gerne alles selbst entscheiden. Es fällt ihnen außerordentlich schwer, Verantwortung abzugeben, demokratische Entscheidungen zu fällen und die Mitarbeiter eigenständig agieren zu lassen. Delegieren heißt auch, Befugnisse zu erteilen und dies widerstrebt einer autoritären Führungskraft.

Harmoniestreben und Scheu vor Konflikten
Einem Vorgesetzten, dem Harmonie besonders wichtig ist, fällt es schwer, seine Erwartungen und Forderungen klar zu benennen und seine Mitarbeiter auf Fehler und Mängel hinzuweisen. Es kommt sogar vor, dass diese Führungskräfte ihren Mitarbeitern Aufgaben abnehmen, weil sie niemanden belasten wollen.
Wenn sie sich zudem vor Konflikten scheuen, korrigieren sie eine Aufgabe, die nur unzureichend erledigt wurde, lieber selber, als das Gespräch mit dem Mitarbeiter zu suchen. Mitarbeiter können bei diesen Führungskräften ihre Aufgaben schneller rückdelegieren.

Perfektionismus und Expertentum
Viele Führungskräfte waren selbst einmal Mitarbeiter und sind aufgestiegen, weil sie sich fachlich besonders ausgezeichnet haben. In der Rolle als Führungskraft sind sie nun in erster Linie Generalist und weniger Spezialist. Das fällt vielen ehemaligen Spezialisten sehr schwer und so arbeiten sie sich in viele Details ein, wollen alles selber können,  anstatt denn großen Überblick zu behalten und zu wissen, an welchen Spezialisten im Team sie sich wann wenden können.

Großes Karrierebewusstsein
Erfolgsorientierte Menschen haben Schwierigkeiten damit, Verantwortung und Befugnisse abzugeben, weil sie dann weniger Kontrolle über die Ergebnisse haben. Sie sorgen sich, das eine Aufgabe von ihren Mitarbeitern nicht so perfekt gelöst wird und das auf sie zurückfällt. Sie möchten zudem allem vorbeugen, was ihre Karriere und ihren Erfolg gefährden könnte.

Vorsichtiger und kontrollierender Charakter
Führungskräften, die sehr vorsichtig im Berufsalltag agieren und sich immer wieder stark absichern, fällt es schwer verantwortungsvolle Aufgaben an ihre Mitarbeiter zu übertragen. Sie kontrollieren sehr viel, geben meist Aufgaben ab, die kein Risiko beinhalten und zeigen dadurch indirekt, wie wenig Vertrauen sie in ihre Mitarbeiter haben.


Kontakt

Helga Beulshausen

Bültenweg 95

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